Patienten

Häufige Fragen

    Häufige Fragen

    Vor einer Vollnarkose muss man nüchtern sein. Das heisst, dass man bis 6 Stunden vor dem Eingriff noch Festes, bis 2 Stunden vor Eingriff Flüssiges (allerdings nur Wasser) zu sich nehmen darf. Ein nicht Beachten dieser Vorsichtsmassnahmen erhöht das Risiko von Erbrechen zu Beginn der Anästhesie. Der Mageninhalt kann dadurch beim bewusstlosen Patienten in die Lungen gelangen und eine schwere Lungenentzündung auslösen, die Intensivpflege bedarf. Diese Vorsichtsmassnahmen gelten auch für regionale Anästhesien, bei denen der Patient bei vollem Bewusstsein bleibt, da es aus irgendwelchen Gründen auch immer zu einer Vollnarkose kommen könnte.

    Sowohl bei Vollnarkosen als auch bei Lokoregionalen Narkosen oder bei Gabe von narkotischen Medikamenten, darf während 24 Stunden kein Fahrzeug geführt werden. In der Regel erhält der Patient bei einer Anästhesie verschiedene Medikamente, die Einfluss auf seine Reflexe nehmen und während einigen Stunden eine Somnolenz hervorrufen können. Führen eines Fahrzeugs unter Einfluss dieser Medikamente kann mit Fahren in angetrunkenem Zustand verglichen werden, obwohl man sich sehr gut fühlt. Die von der Polizei durchgeführten Kontrollen im Falle eines Unfalls können diese Substanzen mit speziellen Tests nachweisen. Der Fahrzeugführer ist strafbar, genau wie beim Fahren in angetrunkenem Zustand. Deshalb sollte jeder Patient seine Rückkehr nach Hause durch eine Drittperson organisieren.

    Rauchen schadet der Gesundheit. Um einen positiven Effekt bezüglich Lungen erreichen zu können, müsste man das Rauchen mehrere Wochen vor einer Anästhesie aufgeben. Vom Rauchen vor einer Narkose wird dringend abgeraten. Falls es aber einem Patienten unmöglich sein sollte darauf zu verzichten, kann dies ausnahmsweise akzeptiert werden.

    Bei einer Vollnarkose ist der Patient völlig bewusstlos. In der Lokalanästhesie wird nur eine spezifische Region unempflindlich gemacht. Die Lokalanästhesie kann mit einer leichten Sedierung kombiniert werden, wobei sich der Patient nur im Leichtschlaf befindet. Jede Art von Anästhesie hat ihre Vorteile und Risiken. Gewisse Anästhesien sind bei speziellen Operationen und Krankheitsbildern vorzuziehen. Der Anästhesie Arzt empfiehlt Ihnen die beste Anästhesie Methode bezüglich Ihres allgemeinen Gesundheitszustandes und der auszuführenden Operation.

    Falls Sie eine Anästhesie erlitten haben und ambulant betreut werden empfehlen wie Ihnen im Falle von Problemen in der häuslichen Umgebung den Spitalnotfall zu kontaktieren. Der Notfalldienst ist 24/24 Stunden erreichbar und gibt Ihnen Anweisungen im Fall von Problemen.

    Dieses Risiko ist praktisch nicht vorhanden. Bei einer Person in gutem Allgemeinzustand und für eine Standardoperation besteht ein Risiko von etwa 1/220'000. Es ist also eine Seltenheit. Gewisse schwerwiegende Operationen bedürfen einem Aufenthalt auf der Intensivstation. So kann es vorkommen, dass der Patient erst einige Stunden postoperativ aus der Narkose geweckt wird. Dies wird allerdings mit dem Patienten vor dem Eingriff ausführlich besprochen.

    Generell sind diese Probleme eine Seltenheit und verschwinden von selbst innert Stunden oder seltener noch nach einigen Tagen. Junge Personen sind praktisch nie von solchen Problemen betroffen. Ältere Personen, welche bereits an Gedächtnisproblemen leiden sind empfänglicher für postoperative Gedächtnislücken. Je älter eine Person ist, je schwerer ein Eingriff und die Anästhesie sind desto stärker äussern sich dann auch die postoperativen Gedächtnislücken. Diese Probleme hängen also nicht nur von der Anästhesie alleine, sondern auch vom chirurgischen Eingriff ab.

    Diese Art von Ereignis nennt man fachsprachlich auch « awareness » . Es kommt äusserst selten vor. In der heutigen Zeit sind die Anästhesietechniken ausreichend entwickelt, um einen solchen Zwischenfall verhindern zu können. Es gibt spezielle Apparaturen, die die Tiefe des Schlafes messen, allerdings gewähren auch diese keine absolute Sicherheit. Während der ganzen Narkose ist ein Anästhesiearzt oder eine fachspezifisch ausgebildete Pflegeperson neben dem Patienten und überwachen die Anästhesie kontinuierlich, um ein eventuales Aufwachen zu verhindern.

    In unserer Klinik können Sie Ihr Kind bis zur Eingangstüre des Operationstraktes begleiten. Dort nimmt sich ihm das Pflegepersonal des Operationstraktes an. Aus Sicherheits- und aus hygienischen Gründen ist es den Eltern leider nicht möglich, ihr Kind bis in den Operationssaal zu begleiten. Es ist aber äusserst wichtig, dass Sie Ihrem Kind genau erklären, was mit ihm geschehen wird. Eine gute Vorbereitung durch die Eltern kann die Stressreaktion beim Kind massiv reduzieren. Die meisten Kinder erhalten vor der Operation einen « Sirup », der dazu da ist, das Kind zu beruhigen und zu entspannen.

    Die APU ist eine spezialisierte präoperative Sprechstunde, wo sie unter anderem den Anästhesiearzt kennenlernen. Dieser beurteilt Ihren allgemeinen Gesundheitszustand und empfiehlt Ihnen dementsprechend die für Sie und entsprechend Ihrer Operation geeignetste Anästhesie. So erklärt er Ihnen auch die Prozedur vor dem Eingriff. Diese Sprechstunde muss aus medikolegalen Gründen einige Tage vor der geplanten Operation durchgeführt werden.

    Eine Geburt ist ein natürlicher Prozess, der als solcher ohne Periduralanästhesie ablaufen kann. Die PDA zur Geburt dient dem Komfort der Gebärenden. Sie erlaubt quasi eine Geburt ohne Schmerzen. In unserer Klinik fordern mehr als 90% der Frauen mit Spontangeburt eine PDA. Jede medizinische Handlung birgt auch Risiken. Im Fall einer PDA sind Komplikationen selten und können in den meisten Fällen therapiert werden. Gelegentlich kann es nach einer PDA zu Kopfschmerzen kommen. Die Rückenschmerzen sind eher mit der Geburt assoziiert und weniger mit der PDA. Eine Paraplegie , die sehr gefürchtet ist, kommt praktisch nie vor. Sie ist in der Regel assoziiert mit einer Infektion und Gerinnungsstörungen. Die Häufigkeit dieses Ereignisses beläuft sich bei einer Frau in gutem allgemeinem Gesundheitszustand auf ca 1/200'000. Es können auch, zwar ganz selten, Sensibilitätsstörungen oder eine Muskelschwäche auftreten, die potentiel irreversibel sein können.

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