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    Aktion Diabetes

    Ein Walliser Projekt revolutioniert die Diabetesversorgung

    Eine Pressekonferenz im Spital Wallis in Anwesenheit von Staatsrat Mathias Reynard, Vorsteher des Departements für Gesundheit, Soziales und Kultur, bildet den offiziellen Auftakt für die neue Kampagne «Action diabète - Aktion Diabetes». Ab September finden im ganzen Kanton zahlreiche Aktionen statt, um die Früherkennung zu verbessern, die Gesundheitsfachleute für dieses Thema zu sensibilisieren und das Diabetes-Management der Patientinnen und Patienten zu optimieren. 

    Schätzungen zufolge leben im Wallis rund 10 000 Menschen mit diagnostizierter Diabetes, während wohl 15 000 bis 20 000 Personen davon betroffen sind. Die Krankheit bleibt aber oft unerkannt: Fast jede dritte Person mit Diabetes ist sich der Erkrankung nicht bewusst und wurde nicht diagnostiziert. Das Projekt «Action diabète - Aktion Diabetes» leitet eine kleine Revolution in der Versorgung von an Diabetes Erkrankten ein.  

    Das 2019 gestartete Projekt der Walliser Diabetesgesellschaften wird von Gesundheitsförderung Schweiz und dem Staat Wallis unterstützt und hat zum Ziel, die interprofessionelle Betreuung der Patientinnen und Patientin zu stärken, die Diabeteserkennung und die Beratung zu verbessern und den Betroffenen ihren Umgang mit dieser belastenden Krankheit unter anderem mithilfe einer App zu erleichtern.  
    Für Staatsrat Mathias Reynard, Vorsteher des Departements für Gesundheit, Soziales und Kultur (DGSK), stellt «Action diabète - Aktion Diabetes ein völlig neuartiges zweisprachiges Projekt dar, das den Alltag der Patientinnen und Patienten mit einer Diabeteserkrankung deutlich erleichtern dürfte. Zudem ist eine verstärkte Früherkennung ein Muss, um die Betreuung der Betroffenen rascher in die Wege zu leiten.» 
    Während der Kampagne im September 2021 kommt ein mobiler Informationsstand zum Einsatz, der von einem interprofessionellen Fachteam betreut wird. So wird ein niederschwelliger Dialog mit der Bevölkerung auf Märkten, im Spital Wallis, in der Clinique romande de réadaptation der SUVA (CRR) oder auch in der Maison Santé Chablais in Collombey möglich. Früherkennungstests werden auch in einer Reihe von Apotheken und Arztpraxen angeboten. «Die Partner haben sich die Sensibilisierung der Bevölkerung zum Ziel gesetzt. Zugleich soll die Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitsfachleuten in diesem Problemkreis gestärkt werden. Dank neuer Informationstools, der Smartphone-App «DiabApp», der verstärkten interprofessionellen Zusammenarbeit und der Früherkennung sollten wir in der Lage sein, die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten deutlich zu verbessern und sie bei dieser allzu häufig verkannten Krankheit besser zu betreuen», merkt der stellvertretende Cédric Dessimoz an. 

    Zudem führt das Wallis mit «Diabetes-Qualität Wallis» eine Kohortenstudie durch, um die Lebensqualität der an Diabetes Erkrankten sowie die Qualität ihrer Behandlung und Betreuung zu ermitteln. Die Teilnahme an dieser Studie steht sämtlichen erwachsenen Diabetes-Patientinnen und -Patienten offen (https://www.ovs.ch/diabetes/). Gesundheitsfachleute aus zahlreichen Fachgebieten beteiligen sich in beiden Sprachregionen des Kantons an diesem Projekt. 

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