Fachbereiche von A bis Z

Herzchirurgie

Herzchirurgie

Die Abteilung Herzchirurgie des Spital Wallis befindet sich in Sitten. Sie bietet spitzenmedizinische Behandlungen im Bereich der Herz- und Gefässchirurgie für Erwachsene an und stützt sich weitgehend auf moderne minimalinvasive Methoden, die im Gegensatz zu den traditionellen Techniken oft nur kleine Einschnitte von wenigen Zentimetern erfordern.

Es werden insbesondere folgende Eingriffe durchgeführt:

  • Koronararterien-Bypass (auch ohne Herz-Lungen-Maschine am schlagenden Herzen möglich)
  • Herzklappenersatz (Aorten-/Mitralklappe)
  • Ersatz der Aorta (aufsteigende/absteigende Aorta sowie Aortabogen)
  • Minimalinvasive Eingriffe zum Ersatz von Aortaklappen
  • Einpflanzen von Defibrillatoren und Herzschrittmachern

Die Herzchirurgie des Spital Wallis zeichnet sich durch Schnelligkeit (z.B. Notfalloperationen), Flexibilität und Qualität auf Universitätsspitalniveau aus.

Die Ärzte der Abteilung nehmen regelmässig an weltweiten Fachkongressen teil, um ihre Kompetenzen auf dem neuesten Stand zu halten. Zudem tragen sie zu verschiedenen Fachpublikationen bei und arbeiten eng mit der Herz- und Gefässchirurgie des Waadtländer Universitätsspitals CHUV zusammen.

Bypässe (von engl. bypass = «umgehen, überbrücken») kommen immer dann zum Einsatz, wenn Herzkranzgefässe (Koronararterien) nicht mehr richtig durchblutet werden und deshalb überbrückt werden müssen.
Oft ist die sogenannte koronare Herzkrankheit der Grund für die Operation, d.h. in den Herzkranzgefässen kommt es zu Ablagerungen (Arteriosklerose), wodurch sich der Durchmesser der Gefässe verengt und die Durchblutung gestört wird. Dies kann so weit führen, dass gar kein Blut mehr durch diese Adern fliesst und Teile des Herzmuskels absterben.
Hauptsymptom einer solchen Erkrankung sind zunehmende Brustschmerzen unter Belastung, aber auch im Ruhezustand.

Chirurgische Behandlung

Bei der koronaren Herzkrankheit wird die betreffende Stelle zwischen der aufsteigenden Aorta und den Koronararterien mit einem Bypass überbrückt.
Meist muss der Patient dafür an die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden, manchmal ist die Operation aber auch bei schlagendem Herzen möglich.

Rund 2% aller Erwachsenen haben einen Herzklappenfehler. Die Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu und erreicht in der Alterskategorie der über 75-Jährigen 10 bis 15%. Funktionsstörungen der Aortenklappe sind eine typische Alterskrankheit, können jedoch auch angeboren sein.

Es gibt zwei Arten von Störungen:die Stenose (Verengung der durch die Klappe freigegebenen Öffnung) und die Insuffizienz (Klappe schliesst nur unvollständig). Es ist auch möglich, dass beide Störungen gleichzeitig auftreten.

  • Die Aortenklappenstenose ist der häufigste Herzklappenfehler. Die Verengung stellt ein Hindernis für die Durchblutung dar und kann dazu führen, dass nicht genug Blut von der linken Herzkammer in die Aorta (Hauptschlagader) gepumpt wird. In schweren Fällen können Atemnot, Ohnmachtsanfälle und Brustschmerzen auftreten. Manchmal treten keine Symptome auf, obwohl die Klappe bereits sehr beeinträchtigt ist. Deshalb kann eine Operation auch dann angezeigt sein, wenn der Patient symptomfrei ist.

    Eine Stenose der Aortenklappe kann nur durch einen chirurgischen Eingriff behoben werden, indem man die Klappe ersetzt.
  • Grund für eine Aortenklappeninsuffizienz ist meist eine Funktionsstörung der Segel, welche die Klappe bilden. z.B. eine angeborene Bindegewebskrankheit (Marfan-Syndrom).

    Es ist ein chirurgischer Eingriff nötig, wenn durch die unvollständige Schliessung zu viel Blut in die linke Herzkammer zurückfliesst und eine Stauung verursacht (Dilatation).

Chirurgische Behandlung

Zum Einsetzen einer künstlichen Herzklappe müssen der Patient an die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen und das Herz stillgelegt werden. Danach wird direkt oberhalb der Klappe ein Einschnitt in die Aorta gemacht. Die Ersatzklappe kann entweder mechanisch (aus Metall) oder biologisch (aus behandeltem tierischem Gewebe) sein.

Der Vorteil der mechanischen Klappe liegt in der längeren Lebensdauer im Vergleich zur biologischen Klappe. Der Nachteil ist, dass der Patient danach lebenslänglich ein Antikoagulans (Medikament zur Verhinderung der Blutgerinnung) einnehmen muss. Bei jungen Patienten rät man meist zur mechanischen Variante.

Bei biologischen Klappen muss der Patient nur während 3 Monaten einen Gerinnungshemmer einnehmen, nach 10-15 Jahren ist jedoch oft eine erneute Operation notwendig, da sich der Zustand der biologischen Klappen schneller verschlechtert.

Manchmal müssen die aufsteigende Aorta und der Aortenbogen operativ ersetzt werden.

Grund dafür kann eine fortschreitende krankhafte Erweiterung der Aorta sein (Aneurysma). Erreicht die aufsteigende Aorta oder der Aortenbogen einen Durchmesser von über 4.5 cm, besteht ein erhöhtes Risiko, dass das Gefäss reisst (der normale Durchmesser der aufsteigenden Aorta beträgt 2.5 - 3.5 cm). Gleichzeitig mit einer geplanten Operation zum Ersatz der aufsteigenden Aorta kann auch die Aortenklappe ersetzt werden, wenn dies nötig sein sollte.
Der geplante Ersatz des Aortenbogens ist komplizierter und bedingt die Herbeiführung eines hypothermischen Kreislaufstillstands. Dieser darf jedoch nicht zu lange andauern, um neurologische Probleme zu verhindern.

Notfallmässige Behandlungen

Der notfallmässige Ersatz der aufsteigenden Aorta oder des Aortenbogens nach einem Riss oder einer Dissektion (Aufspaltung der Innenwand der Aorta mit Einblutungen zwischen den Wandschichten) birgt zahlreiche operative und postoperative Risiken, insbesondere aufgrund des Schockzustands des Patienten und einer möglichen fortschreitenden Dissektion in den umliegenden Arterien.

Dank der Entwicklung neuer und verbesserter Technologien in den Bereichen Chirurgie, Anästhesie und Intensivpflege sind heutzutage auch für gewisse Herzkrankheiten minimalinvasive Eingriffe möglich.

Diese Eingriffe garantieren denselben Qualitätsstandard wie die traditionellen Methoden, sind jedoch schonender, d.h. die Operationswunden werden auf ein Minimum beschränkt.

Es ist mittlerweile erwiesen, dass sich der Patient bei Anwendung minimalinvasiver Methoden schneller erholt und weniger Schmerzen hat. Dies bedeutet demnach kürzere Spital- und Reha-Aufenthalte.
 

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