Neonatologie

Visp

VispNeonatologie im Spitalzentrum Oberwallis

Frühgeborene (Geburt vor 37. Schwangerschaftswoche) und kranke Neugeborene werden in der Regel in der Abteilung für Früh- und Neugeborene behandelt.

Die unmittelbare Nähe der Neonatologie-Abteilung zum Wochenbett erlaubt es den Wöchnerinnen, direkten Kontakt zu ihren neugeborenen kranken Kindern zu behalten und sie nach Möglichkeit zu stillen oder den Kindern zum Beispiel in Känguruh-Sitzungen die nötige Nähe zu geben.

Bedürften die Neugeborenen aufgrund ihres Alters, ihres Körpergewichtes oder ihren Krankheitsbilder einer hochspezialisierten Behandlung in einem Neonatologie-Zentrum, so werden sie von einer Neugeborenen-Transportequipe in eines unser neonatologischen Partnerzentren verlegt.

Die Therapien in unserer Neonatologie-Station umfasst die  Behandlung von Infektionen, Störungen des Zuckerhaushaltes, einfachen Atemproblemen, Gelbsucht, Trinkschwierigkeiten, Verdauungsproblemen, Unreife des Wärmehaushalte etc.

Bei Ankunft auf der Abteilung werden die Eltern von einem Mitglied des Teams in Empfang genommen und über die Behandlung des Kindes informiert. Sie erhalten eine Telefonnummer, über welche sie sich rund um die Uhr über das Befinden ihres Kindes informieren können. Ausserdem werden sie über die für den Schutz des Neugeborenen notwendigen Hygienevorschriften instruiert.

Mehr Informationen

Inkubator (Brutkasten): geschlossener, durchsichtiger Kasten, in welchem frühgeborene Kinder überwacht und warm gehalten werden. Es herrscht eine für Frühgeborene ideale Luftfeuchtigkeit.

Untersuchungs-Tisch: weiche Liegefläche mit einer darüberhängenden Wärmelampe. Hilft dem nackten Kind, seine Körpertemperatur aufrechtzuerhalten und erleichtert die Überwachung des Kindes. Kommt auch bei termingeborenen Kindern zur Anwendung.

Wärmebett: offene Wiege mit wärmender Matratze. Ideal für Säuglinge, die Mühe haben, ihre Körpertemperatur aufrechtzuerhalten.

Venenkatheter (Venflon): kleiner Plastikschlauch, der für eine Infusion in eine Vene eingeführt wird.

Spritzenpumpe: elektrische Pumpe, die zu genau vordefinierten Zeiten – automatisch und ohne das Baby aufzuwecken – Folgendes verabreichen kann:

  • Milch (über einen Spritzmechanismus, der mit der Magensonde verbunden ist)
  • intravenöse Medikamente

Infusionspumpe: elektrische Pumpe zur Verabreichung von Infusionen und Medikamenten.

Subnasaler Sauerstoffschlauch: Nasensonde mit zwei kleinen Öffnungen, aus denen Sauerstoff in die Nasenlöcher abgegeben wird.

CPAP-Therapie (Continuous Positive Airway Pressure): Apparat, der hilft, durch positiven Druck in den Atemwegen die Atmung des Neugeborenen zu unterstützen.

Künstliche Beatmung: Neugeborene mit z.B. schwerer Lungenerkrankung können nicht ausreichend selbständig atmen, weshalb sie über einen Beatmungstubus in der Luftröhre an eine Beatmungsmaschine angeschlossen werden; dazu müssen die Neugeborene in der Regel mit Medikamenten sediert werden.

Monitoring: Überwachung der Herz- und Atemtätigkeit des Babys. Dies geschieht mit Elektroden auf der Brust, einem Sensor am Fuss oder Handgelenk mit einer roten Kontrollleuchte und einer Blutdruckmanschette am Arm oder Bein.

Pulsoxymeter: misst kontinuierlich den Sauerstoffgehalt des Blutes Ihres Kindes. Dies geschieht über eine kleine Klammer am Fuss, Finger oder Handgelenk.

Phototherapie: Weiss- oder Blaulichtlampen oberhalb des Brutkastens, die zur Reduktion der Bilirubin-Pigmente (Neugeborenengelbsucht bzw. Ikterus) beitragen. Die Augen des Babys werden mit einer weichen Schaumstoffbrille geschützt. Die Windel ist so klein wie möglich. Die Lage des Kindes wird regelmässig gewechselt, damit alle Körperoberflächen bestrahlt werden.

Magen- Sonde: Sonde die von der Nase bzw. vom Mund zum Magen führt. Erlaubt die Ernährung des Kindes, wenn dieses die Nahrung nicht selber aufnehmen kann.

Känguruh-Therapie: Hautkontakt zwischen Mutter (und Vater) und dem Frühgeborenen, was die verschiedene Sinne des Frühgeborenen stimuliert und fördert. Der Herzschlag der Mutter beruhigend auf das Kind und es hat die Möglichkeit, sich von dem Stress durch die medizinischen Versorgung und der Umgebung auf der Station zu erholen, was sich auf seinen Gesundheitszustand positiv auswirkt.

Sobald die Spitalentlassung Ihres Kindes bevorsteht, werden die Monitoring-Instrumente nach und nach weggenommen und es wird sichergestellt, dass das Kind die Nahrung selbständig ohne Hilfe einer Sonde aufnehmen kann und keine Wärmetherapie mehr bedarf.

Das Datum der Entlassung wird gemeinsam mit den Eltern besprochen und hängt vom Entwicklungsstand des Kindes ab. Die Eltern werden frühzeitig informiert, damit sie sich auf die Heimkehr des Neugeborenen vorbereiten können.

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